„60 Jahre Brot für die Welt – Wie begann es damals, und wie geht es heute weiter?“ Kapellengespräch

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DEZ

Datum Dienstag, 10. Dezember 2019, 19:00 Uhr
Ort
Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, Breitscheidplatz, 10789 Berlin, Deutschland

1959 wurde „Brot für die Welt“ als Aktion von den evangelischen Landes- und Freikirchen aus der Taufe gehoben. Damals wurde im Advent unter dem Motto „Menschen hungern nach Brot“ zur ersten Kollekte aufgerufen, um weltweitem Elend zu begegnen. Durch Fürbitte und regelmäßiges Opfer sollte Solidarität mit den Hungernden ausgedrückt und Mitverantwortung für die Nöte der Welt übernommen werden. Schon damals ging es also nicht nur um Hilfe für Menschen in Afrika, Asien, und Lateinamerika, sondern um ein Umdenken in der eigenen Gesellschaft. In der Zwischenzeit konnte durch lokale Partnerorganisationen Millionen Menschen geholfen und Hilfe zur Selbsthilfe vermittelt werden. Immer noch stellt sich jedoch die Frage nach ungleichen und ungerechten Machtverhältnissen. Neben Kriegen und Gewalt ist heute die Klimakrise der größte Armutstreiber und erfordert eine Transformation der Wirtschafts- und Konsumweisen überall in der Welt – also auch in Deutschland und Europa.
Wie Brot für die Welt sich im Laufe der Jahrzehnte entwickelt hat und welche Ansätze heute verfolgt werden: darüber informiert Dr. Klaus Seitz. Er leitet die Abteilung Politik der evangelischen Entwicklungshilfeorganisation.

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