Kapellengespräch

OKT
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Kapellengespräch


Datum Dienstag, 6. Oktober 2020, 19:00 Uhr
Standort Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, Breitscheidplatz, 10789 Berlin

„Vor 100 Jahren. Wie Charlottenburg zum Teil von ‚Groß-Berlin‘ wurde.“



Prof. Dr. Wolfgang Schäche, Architekturhistoriker

Als es 1890 darum ging, den Bauplatz für die neue Kirche festzulegen, waren die Charlottenburger Stadtverordneten und ihr Bürgermeister Fritsche strikt gegen den von der Größe her viel besser geeigneten Wittenbergplatz. Das sei zu nahe an der Stadtgrenze zu Berlin, dann würden die Hauptstädter die Plätze in der Kirche besetzen, und ihre Kirchensteuern blieben in Berlin. Ähnlich ging es mit den Überlegungen für eine Vereinigung des immer stärker zusammenwachsenden Stadtraums von Berlin und seinen Nachbarstädten und -gemeinden. Die Notwendigkeit einer gemeinsamen Infrastrukturplanung für Verkehr, Be- und Entwässerung, Strom und Gas war deutlich. Trotzdem waren die Bedenken gerade in den besonders wohlhabenden Städten Charlottenburg, Wilmersdorf und Schöneberg mit ihren vergleichsweise geringen Sozialkosten groß.
Erst die Not nach dem Ende des Ersten Weltkriegs machte die Vereinigungspläne mehrheitsfähig. Wie es schließlich doch zum Groß-Berlin-Gesetz kam, mit 164 gegen 148 Stimmen, und wie sich der Berliner Westen um Ku’damm und Gedächtniskirche seither entwickelte, berichtet der Architekturhistoriker Prof. Dr. Wolfgang Schäche, ein exzellenter Kenner der städtebaulichen Entwicklung Berlins, im Kapellengespräch am 6. Oktober um 19.00 Uhr zum 100-jährigen Jubiläum der Bildung von Groß-Berlin am 1. Oktober 1920.

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