„Schrei nach Freiheit in der Künstlerszene am Prenzlauer Berg“ - Kapellengespräch

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OKT

Datum Dienstag, 1. Oktober 2019, 20:00 Uhr
Ort
Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, Breitscheidplatz, 10789 Berlin, Deutschland
Mitwirkende
Ekkehard Maaß

mit Ekkehard Maaß, 1978 Gründer des literarischen Salons in der Schönfließer Straße

Zeitzeugenbericht und Lieder zum 30. Jahrestag des Mauerfalls

Ekkehard Maaß ist 1951 in der DDR geboren und erlebte unmittelbar den Bau der Berliner Mauer, weil die Familie bis 1961 bei den Großeltern in Kladow die Ferien verlebte. Mit der Übersiedlung der Eltern 1973 und nachfolgend der Geschwister in die Bundesrepublik wuchs die deutsch-deutsche Grenze durch die Familie hindurch. Wegen seiner Freundschaft zu Wolf Biermann und des Sammelns von Unterschriften gegen seine Ausbürgerung wurde Ekkehard Maaß von der Humboldt-Universität relegiert und im OV Keller von der Staatssicherheit „zersetzt“. 1978 gründete er in seiner Wohnküche in der Schönfließer Straße einen literarischen Salon, der zu einem der wichtigsten Treffpunkte der unangepassten Künstlerszene vom Berliner Prenzlauer Berg wurde und zu einem Anlaufpunkt für namhafte Künstler und Autoren aus Osteuropa. 2017 erschien die Dokumentation „sprachzeiten", eine Zusammenstellung von Texten der damals jungen Autoren, von Stasiakten, Fotos und der Kunst, die im Salon zu sehen ist.

Mit diesem „Kapellengespräch“ in besonderer Form beginnt eine Reihe unterschiedlicher Veranstaltungen an der Gedächtniskirche zum 30. Jahrestag des Mauerfalls

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