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Auf dem Weg - Zur Zukunft unserer Gemeinde -Gemeindeversammlung am 28. Juni 2026

Unser gemeinsames Zukunftsbild beschreibt die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche als einen lebendigen, offenen kirchlichen Ort in der Stadt. Dieser Ort erfüllt mehrere Funktionen gleichzeitig: Erinnerungsort, spiritueller Ort mit vielfältigen Formen von Verkündigung, kultureller und interreligiöser Ort, Gemeinschafts- und Begegnungsraum. Ein Ort, an dem die evangelische Kirche sichtbar und ansprechbar ist. Der Weg dahin bedeutet Veränderungen und Wandel. Er ist mit Transformationsprozessen verbunden, der mit allen Chancen und Widerständen mutig und zuversichtlich gestaltet werden sollte.

In einem ersten Schritt haben wir einen Prozess der Struktur- und Organisationsentwicklung unter Beteiligung der relevanten Akteure  (Gemeinde, Stiftung, Landeskirche und Kirchenkreis) durchgeführt, um nachhaltige und tragfähige Strukturen in der Verzahnung von Gemeinde und Stiftung zu entwickeln. Denn Strukturen haben eine dienende Funktion. Sie sollen entlasten, Klarheit schaffen, Verantwortlichkeiten festlegen, Wege der Konfliktlösung definieren und so Raum geben für die inhaltliche Arbeit im Haupt- und Ehrenamt.

Die besondere Herausforderung ist der Transformationsprozess der Gedächtniskirche von einer „klassischen“ parochialen (wohnortbezogenen) Gemeinde hin zu einer City-Kirchen-Gemeinde, in der Gemeinde und Gemeinschaft weiter gefasst und zugleich vielschichtiger verbunden sind. Neben den Mitgliedern aus der Wohnortgemeinde sind es Menschen aus der Stadt, die regelmäßig zu Gottesdiensten und Veranstaltungen kommen und Besucherinnen und Besucher aus Deutschland und der ganzen Welt, die den Ort aus religiösen und kulturellen Gründen aufsuchen und sich mit ihm verbunden fühlen Die Gedächtniskirche lädt sie alle zu einer Unterbrechung ihres Alltags ein. Sie bietet einen Raum für Begegnung und Beschäftigung mit Sinn- und Glaubensfragen. Sie inspiriert Menschen durch Musik- und Veranstaltungsangebote und beheimatet sie  in ihren Gottesdiensten, Andachten und Gebeten. Dies stellt besondere Anforderungen an die Leitungsstruktur, an die Pfarrer/innen und Hauptamtlichen sowie an die Engagierten im Ehrenamt.

Über diese Ziele und Überlegungen möchten wir mit Gemeindemitgliedern und Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch kommen, beim Kirchencafé, in Veranstaltungen, bei formellen und informellen Treffen und in Gemeindeversammlungen - zuhören, verstehen was nicht bedacht ist, Impulse aufnehmen, erklären und Wegbegleiter auf dem gemeinsamen Weg finden.

Wir laden herzlich zu einer weiteren Gemeindeversammlung am 28. Juni 2026 nach dem Gottesdienst in die Kapelle ein.

Präses Dr. Annette Niederfranke für den Bevollmächtigtenausschuss

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