21. September - Kirchenrundfahrt: Konventionell bis avantgardistisch: Kirchenneubau in Britz und in der Gropiusstadt

Veröffentlicht am Mo., 17. Jun. 2019 00:00 Uhr
Kirchengemeinde

Einmal jährlich veranstaltet die Gedächtniskirche eine Busrundfahrt zu ausgesuchten Kirchen der Moderne in Berlin, unter fachkundiger Leitung der Architekturhistorikerin Prof. Dr. Kerstin Wittmann-Englert.  

Für die Neubausiedlungen im Neuköllner Süden, die in den 1950er- Jahren in Britz und dann, in viel größerem Maßstab, bis 1975 mit der Gropiusstadt entstanden, wurden nach und nach moderne Kirchen gebaut, so schon 1954–1955, als zweite Neubaukirche Berlins überhaupt, die Hephatha-Kirche. Bescheiden und im Stil konventionell, besitzt sie einen ganz ungewöhnlichen Taufstein: er wurde nämlich
aus einem Steinquader von der zerstörten alten Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche gehauen. Als eine der für die 1960er-Jahre typischen Zeltkirchen folgte ihr 1963–1964 die Johann-Christoph-Blumhardt-Kirche. Architektonisch weitaus kühner sind die dreispitzige Dreieinigkeitskirche von 1969–1971 mit ihrem als Seilnetzkonstruktion
aufgespannten Dach am Eingang zur Gropiusstadt und ihr katholisches Pendant in der Großsiedlung, die St.-Dominicus-Kirche, 1975–1977, die von außen an eine Apollo-Kapsel erinnert, aber auch ihren Spitznamen St. Melitta nicht ohne Grund bekommen hat. Mit der Bruder-Klaus-Kirche von 1989 wird noch eine der jüngsten Kirchen Berlins angesteuert bei der Rundfahrt zu Berliner Kirchen der Moderne. 

Rundfahrt im komfortablen Reisebus, kürzere Fußwege an den einzelnen Stationen.
Teilnahmebeitrag 15 Euro. (Wird bei der Abfahrt eingesammelt.)
Anmeldung im Gemeindebüro telefonisch und 030/2185023 oder per Mail info@gedaechtniskircheberlin.de erforderlich. Getränke und Reiseproviant bitte selbst mitbringen.

Start:  10 Uhr an der Gedächtniskirche

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