Das Foto zeigt das Kirchenensemble von oben. Max Cramer

Denkmalgerechte Sanierung/Erweiterung

2015 wurde auf Initiative der Stiftung und des Deutschen Kulturrats die Grundsanierung des historischen Gebäudekomplexes in die Wege geleitet.

Ein zentrales Projekt ist die Erneuerung und Erweiterung der Ausstellung in der Turmruine, die schon seit 1987 kaum Veränderungen erfahren hat und den täglichen Besucherströmen auch räumlich nicht gewachsen ist. Das Gesamtprojekt umfasst u.a. die Sanierung der Fassaden der Eiermann-Bauten aus den 1960er Jahren, die Erneuerung der Gebäudetechnik, die Erstellung eines Leitsystems sowie die Umnutzung des Foyergebäudes auf dem Breitscheidplatz. Der Maßnahme voran ging die Sanierung des Kapellengebäudes und des Podiums. 

“Und warum machen wir das alles? Um eines der bekanntesten Gebäudeensembles Berlins, das wie kaum ein anderes für die bewegte Geschichte der Stadt, den Freiheitswillen der Berlinerinnen und Berliner und für Mahnung wie Erinnerung in Zeiten des Vergessens steht, fit für die nächsten Jahrzehnte zu machen. Damit nach der Sanierung wieder regelmäßig die unterschiedlichsten Gottesdienste im strahlenden Blau gefeiert werden können, damit die Orgel in frischem Gewand zu Konzerten erklingt, damit Musikveranstaltungen uns bereichern und damit Berlinerinnen und Berliner, Touristinnen und Touristen ihre dann sanierte Kirche, den „hohlen Zahn“ und das Herz der City-West, wieder erkunden und besuchen können. Also für Sie und uns alle!”

Arne Herz, Vorstand, Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche

Das Bild zeigt eine Visualisierung der zukünftig begehbaren Turmruine. heneghan peng architects
Neuplanungen/Bau | ab 2026

Turmruine und Ausstellung

Zukünftig wird die Turmruine Teil der Ausstellung. 

Sanierung/Bau | ab 2027

Betonwaben

Besonders die filigranen Betonwabenfassaden mit den blauen Gläsern bei Kirche und Glockenturm sind betroffen.

Das Foto zeig ein defektes Betondickglas
Restaurierung/Bau | ab 2027

Die Betondickgläser

Die Betondickgläser sind wie die Waben von korrodierenden inneren Armierungsdrähten geschädigt.

Das Foto zeigt das Foyer von innen mit seinen gläsernen Raumwänden. Diana Pfammatter
Sanierung und funktionale Umwidmung

Das Foyer-Haus

Das Foyer-Haus (1963) ist das vierte Gebäude des neuen Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirchen-Ensembles (1961 – 1963). Über 60 Jahre und Leerstand haben dem Bauwerk zugesetzt.

Das Foto zeigt die Eingangshalle in der Turmruine, die mit Mosaiken ausgekleidet ist. Sebastian Rost
Sicherung/Bau| ab Ende 2026

Die Mosaiken in der Turmruine

Die farbenfrohen Mosaiken wurden 1906 erstmals feierlich in der neu eröffneten Gedenkhalle präsentiert.

Bereits abgeschlossene Sanierungen

Das Foto zeigt den Garten im Umgang der Kapelle. Max Cramer
Sanierung | 2016-2017

Die Kapelle

Was mit der Intension begann, die Holzraster an den Betonwaben an der inneren Gartenseite instandzusetzen, wurde zu einer kompletten denkmalgerechten Sanierung.

Das Foto zeigt das wiederhergestellte Podium mit den bunten Keramikkacheln.
Sanierung | 2017-2020

Das Podium

Das gesamte Kirchenensemble wurde von Egon Eiermann in den 1960er Jahren ähnlich wie bei antiken Tempeln auf eine erhobene Plattform gesetzt.