Die Außenfassaden von Kirche und Glockenturm werden erneuert.
Besonders die filigranen Betonwabenfassaden mit den blauen Gläsern bei Kirche und Glockenturm sind betroffen. Sie sind von Rissen durchzogen und weisen an unterschiedlichen Stellen Abplatzungen auf, weshalb der Glockenturm bereits 2013 als Schutzmaßnahme eingerüstet werden musste. Die Bewehrungseisen in den Betonwaben korrodieren und sprengen die Waben von innen auseinander.
Ziel ist es, die Fassaden korrosionsresistent neu herzustellen, ohne dass das äußere Erscheinungsbild verändert wird. Es handelt sich um insgesamt 404 Waben, die ausgetauscht werden. 52 Waben der unteren Reihe an Kirche und Glockenturm bleiben als Referenz erhalten.
Die Waben stehen schon seit vielen Jahren im Fokus, wurden mehrfach aufwendig instandgesetzt, das erste Mal bereits 1969, nur wenige Jahre nach der Fertigstellung der Gebäude. Dem denkmalpflegerisch nicht unumstrittenen Entschluss, die Betonfertigteile neu herzustellen ging die Erkenntnis voraus, dass eine dauerhafte Sanierung der Bauteile auch mit neusten Methoden nicht möglich ist. Der Planung für die Neuherstellung gingen – von der Wüstenrot Stiftung getragen – eine intensive Forschung, Voruntersuchungen, Tests und Musterrestaurierungen voraus, bis die richtige Betonrezeptur, adäquate Quarzzuschläge, Armierung aus Edelstahl und vor allem maßgenaue Schalungen dazu gefunden wurden.



