Die Betondickgläser von Gabriel Loire, die für das berühmte blaue Leuchten der Kirche und des Glockenturms verantwortlich sind, sind wie die Waben von korrodierenden inneren Armierungsdrähten geschädigt.
Die Glasfenster müssen restauriert werden. Nur ein kleiner Bruchteil der Glasfenster ist so stark beschädigt, dass sie mit einem manuellen Eingriff eine neue Armierung und einen Betonverguss erhalten. Bei den meisten Gläsern kann der fortschreitende Korrosionsprozess über eine Realkalisierung aufgehalten und sogar rückgängig gemacht werden. Die technologischen Grundlagen dafür hat die Wüstenrot Stiftung gemeinsam mit adb – Büro für Architektur, Denkmalpflege und Bauforschung | Steffen Obermann seit 2016/17 erarbeitet und am Glockenturm erprobt. Dennoch muss jedes der 10.232 Glasfenster einzeln ausgebaut und händisch restauriert werden. Ein kleiner Teil der Glasfenster ist so stark geschädigt, dass sie bei der Demontage in ihre Einzelteile zerfallen und in einem Mörtelbett neu zusammengesetzt werden müssen. Hinzukommt eine Schadstoffsanierung, denn der Kitt, der die Fenster in den Betonwaben hält, ist asbesthaltig und muss sorgfältig entfernt und entsorgt werden.



