Was mit der Intension begann, die Holzraster an den Betonwaben an der inneren Gartenseite instandzusetzen, wurde zu einer kompletten denkmalgerechten Sanierung.
Die Holzraster sind vor die Innenseiten der Betonwaben eingepasst. Sie bilden eine an japanische Architektur erinnernde Gartenwand. Das Holz zeigte sich stark verwittert und war stellenweise durchfault. Sie wurden durch neue, pilzresistente Holzraster ersetzt. Parallel dazu widmete man sich den nun freigelegten Betonwaben, reinigte sie von alten Schutzbeschichtungen, behandelte freiliegende korrodierende Bewährungseisen und ergänzte behutsam die Fehlstellen. Wer heute die Fassade der Kapelle mit denen der anderen Eiermann-Kirchenbauten vergleicht, sieht wie viel heller und freundlicher sie wirkt.
Die Fensterwände der Kapelle wurden durch Isolierglas ersetzt. Die Stahlkonstruktion wurde von den alten bleihaltigen Anstrichen, Rost befreit und erhielt eine Neubeschichtung.
Auch die Holzverkleidungen und der Möbelblock im Innenraum wurden restauriert.
Ferner wurden die Räumlichkeiten ihren heutigen, vielseitigen Nutzungsbedarfen angepasst.
Der einst als Technikraum konzipierte Wandschrank wurde zu einem Tischlager umfunktioniert. Die Deckenbeleuchtung wurde komplett ausgetauscht und lässt sich nun dimmen. Außerdem wurde eine neue Lüftungsanlage installiert.
Im Keller wurden eine kleine Küche und WC-Anlagen eingerichtet.
adb Büro für Architektur, Denkmalpflege und Bauforschung | Steffen Obermann

