Das Foto zeigt den Blick vom Inneren der Kapelle über den Garten und umgebende Mauer aus Betonwaben, die mit einem Holzraster versehen worden sind.

Die Kapellensanierung 2016-2017

Was mit der Intension begann, die Holzraster an den Betonwaben an der inneren Gartenseite instandzusetzen, wurde zu einer kompletten denkmalgerechten Sanierung.

Die Holzraster sind vor die Innenseiten der Betonwaben eingepasst. Sie bilden eine an japanische Architektur erinnernde Gartenwand. Das Holz zeigte sich stark verwittert und war stellenweise durchfault. Sie wurden durch neue, pilzresistente Holzraster ersetzt. Parallel dazu widmete man sich den nun freigelegten Betonwaben, reinigte sie von alten Schutzbeschichtungen, behandelte freiliegende korrodierende Bewährungseisen und ergänzte behutsam die Fehlstellen. Wer heute die Fassade der Kapelle mit denen der anderen Eiermann-Kirchenbauten vergleicht, sieht wie viel heller und freundlicher sie wirkt.
Die Fensterwände der Kapelle wurden durch Isolierglas ersetzt. Die Stahlkonstruktion wurde von den alten bleihaltigen Anstrichen, Rost befreit und erhielt eine Neubeschichtung.
Auch die Holzverkleidungen und der Möbelblock im Innenraum wurden restauriert.
Ferner wurden die Räumlichkeiten ihren heutigen, vielseitigen Nutzungsbedarfen angepasst.
Die Deckenbeleuchtung wurde komplett ausgetauscht und lässt sich nun dimmen. Außerdem wurde eine neue Lüftungsanlage installiert.
Im Keller wurden eine kleine Küche und WC-Anlagen eingerichtet. Der einst als Technikraum konzipierte Wandschrank wurde zu einem Tischlager umfunktioniert. So kann der Raum auch einmal für einen Runden Tisch oder ein Kaffeenachmittag genutzt werden. 

Objektplanung:
adb Büro für Architektur, Denkmalpflege und Bauforschung | Steffen Obermann
 

Die Kapelle konnte Dank der Förderung der Wüstenrot Stiftung für Denkmale der Nachkriegszeit saniert werden. Die Erkenntnisse aus dem Prozess legten den Grundstein für die Erarbeitung des Sanierungskonzeptes für Kirche und Glockenturm. Besonders hervorzuheben ist das folgende Engagement der Wüstenrot Stiftung mit adb - Büro für Architektur, Denkmalpflege und Bauforschung | Steffen Obermann für die Voruntersuchungen, Recherchen und Tests zur Sanierung der Betonwaben und Betondickgläser.