Das Foto zeigt das Foyer von innen mit seinen typisch gerasterten Schattenwurf auf die Milchglasfenster. Max Cramer

Sanierung des Foyer-Gebäudes und funktionale Umwidmung

Das Foyer-Haus ist das vierte Gebäude des neuen Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirchen-Ensembles (1961 – 1963). 

Über 60 Jahre und Leerstand haben dem Bauwerk zugesetzt. Mit der Initiative der Sanierung des Gesamtensembles soll hier ein Dritter Ort entstehen, der als ein Themen-Fenster zur Stadt fungiert. In dem Foyer-Haus sollen zukünftig verschiedene, interdisziplinäre Veranstaltungsformate sowie zeitgenössische Kunst- und Kultur-Themen einen Raum finden. Ziel ist es, ein erweitertes Publikum anzusprechen, zum Diskutieren einzuladen und Nachdenken anzuregen.

Erfolgreich erprobt wird das Konzept seit 2024. Seit dem lädt der CCA Berlin | Center for Contemporary Arts e.V. zu Ausstellungen und verschiedenen Kulturveranstaltungen ein. 

Das Foyergebäude wird für seine zukünftige neue Funktion als Ausstellungs- und Kulturort restauriert und renoviert. Über 60 Jahre und der Leerstand über einen längeren Zeitraum haben der Architektur zugesetzt. Sichergestellt werden kann dieser einzigartige, für die Architektur Egon Eiermanns mustergültige Teil des Kirchenensembles langfristig nur durch eine kontinuierliche Nutzung. Dazu bedarf es auch der Restaurierung, Sanierung und der barrierefreien Zugänglichkeit. Unter anderem muss das Dach abgedichtet und die technischen und sanitären Anlagen erneuert werden. Ein neues zentrales Lüftungsgerät sorgt künftig für die erforderliche Luftqualität. Die Betonwaben und die rostenden Stahlstrukturen, die im Inneren für das einzigartige Schattenspiel sorgen, müssen gesichert werden. Das als fester Bestandteil der Architektur integrierte Mobiliar wird aufgearbeitet und zum Teil auch wieder hergestellt wie zum Beispiel die Bibliotheksregale und die bauzeitlichen Vorhänge. Eine neue Treppe soll den Raum ins Untergeschoss öffnen und ein neues Lichtkonzept wird im Inneren wie von draußen für die notwendige Beleuchtung sorgen. 

Die Planungen sind abgeschlossen, die Umsetzung jedoch noch nicht gesichert. 

Das Foto zeigt das Foyer-Gebäude von außen: ein kleines Flachdachgebäude mit den typischen Betonwabenfassaden. Diana Pfammatter
Das Foto zeigt das Foyer-Gebäude von innen mit seinen gläsernen Wänden und Holzvertäfelungen. Diana Pfammatter
Das Foto zeigt das Foyer-Gebäude von innen mit seinen gläsernen Wänden und Holzvertäfelungen. Diana Pfammatter
Das Foto zeigt das Foyer-Gebäude von innen mit seinen gläsernen Wänden und Holzvertäfelungen. Diana Pfammatter

“Das architektonische Kleinod hat seither ein Grundproblem, das gelegentlichen Nutzungsversuchen immer wieder im Wege stand: das Gebäude wendet der Stadt, wendet potenziellen Nutzern den schönen Rücken zu, soll ”Schaufenster" der Kirche sein, ist aber ganz nach innen gewendet, von außen opak und verschlossen wirkend, statt offen und einladend. (…) Gerade auch das Ziel der Bewahrung macht Eingriffe unabdingbar. (…) Unser Ziel ist nicht nur eine umfassende Sanierung, sondern auch die Erhöhung der Sichtbarkeit des Foyers in einem vielbesuchten Kulturort. So planen wir die Fassadenbeleuchtung, sodass die Schönheit des Ortes in die Stadt hinausstrahlt. Im Inneren soll eine neue einläufige Treppe ins Untergeschoss Zugewinn an ästhetischem Reiz wie praktischer Nutzbarkeit und Orientierung gewährleisten."

Florian Götze, Architekt, Wandel Lorch Götze Wach

Das Foto zeigt den Planer Florian Götze. Robert Recker