Jazzfest Berlin | Matthias Muche BONECRUSHER: Densities - 12 trombones and percussion
Sonntag, 01.11.2026 14:30
Uhr
Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche

Sonntag, 01.11.2026
14:30 Uhr
Einlass 13:30 Uhr
19€ regulär, 12€ ermäßigt
Tickets ab dem 17.09. erhältlich unter www.berlinerfestspiele.de/jazzfest-berlin
Mit freundlicher Unterstützung durch die Kunststiftung NRW und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen
Mitwirkende:
Matthias Muche – Posaune, Komposition, künstlerische Leitung
Matthias Müller – Posaune, Komposition
Adrian Prost – Posaune
Carlotta Armbruster – Posaune
Anke Lucks – Posaune
Maria Trautmann – Posaune
Matthias Schuller – Posaune
Maximilian Wehner – Posaune
Moritz Anthes – Posaune
Moritz Wesp – Posaune
Yoshiki Matsuura – Posaune
Etienne Nillesen – Snaredrum
Rie Watanabe – Perkussion
Der Kölner Musiker Matthias Muche wechselt mühelos zwischen zeitgenössischer Komposition und freier Improvisation. BONECRUSHER ist ein außergewöhnliches Orchester, das sich unter seiner Leitung auf ein einziges Instrument konzentriert: die gemeinhin als überschwänglich, forsch und laut geltende Posaune. Unter Muche schafft die Gruppe eine breite Palette unerwarteter Klänge und Ansätze. Sie verzichtet dabei auf konkrete Bezüge zu Militärkapellen oder den musikalischen Traditionen der Begräbnisparaden in New Orleans. Dem Bandleader zufolge setzt sich die Musik mit „der Posaune als großem kollektiven Instrument auseinander, das zwischen Atem, Geräusch, mikrotonalen Harmoniefeldern, dichten Blechbläsertexturen und sich wandelnden Klangmassen vermittelt“.
Bei ihrem Jazzfest-Berlin-Debüt wird die Gruppe Musik von ihrem atemberaubenden diesjährigen Album Densities aufführen und die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche mit einem volltönenden, körperlich greifbaren Klang erfüllen. Muches Butter ist ein dichtes Drone-Stück, das von zirkulären, unaufhörlichen Wirbeln durchzogen wird. Das episodische Quarter hingegen generiert ständig neue Melodien als scheinbar unaufhörliches Aufblühen und Entfalten verschiedener gewundener Gesten und sich wandelnder Harmonien. Das karge Up+Down, eine Komposition des Berliner Posaunisten und Ensemblemitglieds Matthias Müller, ist eine fieberhafte Studie über mikrotonale Glissandi – gebündelte Töne, die subtilen Verschiebungen ausgesetzt werden. Zudem haben Muche und Müller zusammen mit dem Chicagoer Posaunisten Jeb Bishop das klassische Mehrspur-Tonbandstück Brass / Breath / Brisk von Johannes Bauer in ein vielschichtiges Geflecht aus komplexem Zusammenspiel, dichten Akkorden und solistischen Exkursionen verwandelt. Etienne Nillesen und Rie Watanabe verleihen diesem Stück an der Percussion zusätzliche martialische Rhythmen, während ihre erweiterten Spieltechniken dem Getöse an anderer Stelle noch mehr Resonanz und Textur hinzufügen.