"Vom Winde verweht - Rassismus als Roman?" I Gedächtnis-Gottesdienst
Sonntag, 25.10.2026 18:00
Uhr
Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche

Im Jahr 1936 erschien der Roman „Vom Winde verweht“ der bis dahin unbekannten Autorin Margaret Mitchell, der die Geschichte der jungen Scarlett O‘Hara zur Zeit des Bürgerkriegs in den USA erzählt. Das Buch wurde ein Weltbestseller und verkaufte sich über 30 Millionen Mal. Die Verfilmung von 1939 ist der bis heute kommerziell erfolgreichste Film aller Zeiten.
Doch heute, 90 Jahre später steht fest: Der Roman ist ein Zeugnis aus einer rassistischen Zeit über eine rassistische Zeit. Er verharmlost Sklaverei und Rassismus in den USA. In den vergangenen Jahren gab es viele Versuche, das Werk in seinen Kontext einzuordnen, anstatt es beispielsweise einfach von Streamingplattformen zu verbannen. Die Beschäftigung mit dem Werk kann wichtige Impulse geben, uns für das Thema Rassismus heute zu sensibilisieren.
Pfarrerin Kathrin Oxen
Daniel Mathieson (UK), Orgel
Die Reihe der "Gedächtnis-Gottesdienste" an jedem 4. Sonntag im Monat stellt Themen der Erinnerungskultur in den Mittelpunkt eines Gottesdienstes.