Die Gedächtniskirche ist doppelwandig gebaut. Das Kirchenoktogon besteht aus zwei Wänden aus Stahl, Beton und Glas, zwischen denen sich ein 2,40 Meter breiter Umgang befindet. Das heißt: Die Wand, die man von außen sieht, ist nicht dieselbe, auf die man im Kirchenraum mit seinen über 11.182 Fenstern schaut.
Das heißt: Die Wand, die man von außen sieht, ist nicht dieselbe, auf die man im Kirchenraum mit seinen über 11.182 Fenstern schaut. Die Betonwaben der Außenwand enthalten noch zusätzliche 5.000 von Gabriel Loire gestaltete, farbige Betonglasfenster. Die ganze Kirche enthält daher über 16.000 Fenster, die insgesamt mehr als 67 Tonnen wiegen. Das Tageslicht, das in den Kichenraum einfällt, wird durch insgesamt ca. 4 cm farbiges Dickglas gefiltert.
Die Fenster der Außenwand sind mit ihren 35,7 x 34,7 cm nicht nur größer als die Fenster der Innenwand. Auch deren Farbgebung ist unterschiedlich. Die Außenwand erscheint bei Tageslicht kaum farbig, die Innenwand ja tiefblau. Dies hängt allerdings mit dem Zusammenspiel von Farbe, Licht und Glas im Kontext der Doppelwandigkeit zusammen, nicht mit der Farbe der Gläser an sich. Denn tatsächlich sind es die Gläser der Außenwand, die von einem tiefen Blau geprägt sind, die der Innenwand hingegen von einem deutlich helleren Blau. Das Tiefblau, das den Kirchenraum bei Tageslicht einhüllt, kommt im Wesentlichen von den Gläsern der Außenwand.
