Egon Eiermann positioniert die vier neuen Kirchenbauten um die Turmruine.
Das von Eiermann entworfene Ensemble bilden die Turmruine und vier Neubauten. Die Ruine ist das zentrale und mit ihren 71 Metern auch das höchste Element. Im deutlichen Kontrast zu ihr stehen die Neubauten, die durch ihre schlichte, geometrische Gestaltung und die Materialien Beton und Stahl geprägt sind. Westlich des Ruinenturms erhebt sich die achteckige Kirche; dahinter, weiter westlich, das rechteckige sog. Foyergebäude. Im Südosten steht der sechseckige Glockenturm, im Nordosten die rechteckige Kapelle.
Das Ensemble steht größtenteils auf einem rechteckigen Podium, das sich um mehrere Stufen über den Breitscheidplatz erhebt. Das Podium verbindet die Baukörper miteinader, hebt das Ensemble hervor und stellt zugleich durch seine Durchlässigkeit eine Verbindung zu allen Seiten des Stadtraums her.
Das Ensemble entstand zwischen 1959 und 1963. Die Grundsteinlegung erfolgte am 09. Mai 1959, die Einweihung der Kirche und des Glockenturms am 17. Dezember 1961. Die Kapelle und das Foyer wurden Ende 1963 fertiggestellt.



