Gedenkkonzert für Frieden und Versöhnung

08
MAI

Datum Freitag, 8. Mai 2020, 20:00 Uhr
Ort
Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, Breitscheidplatz, 10789 Berlin, Deutschland
Mitwirkende
Lehrende und Studierende der Universität der Künste
Preis
Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten

Benjamin Britten, Lachrymae;
Olivier Messiaen, Quatuor pour la fin tu temps;
Dmitri Schostakowitsch, Klaviertrio von 1944
 

Lehrende und Studierende der Universität der Künste

Johanna Müller, Violine / Constantin Borodin, Violoncello / Daria Tudor, Klavier,
Julia Brembeck-Adler, Viola / Christian Brembeck, Klavier u. a.

Lehrende und Studierende der Universität der Künste Berlin, die aus vielen unterschiedlichen Ländern Europas kommen, gestalten ein Konzert im Gedenken und in der Ausrichtung auf Frieden und Versöhnung. Es erklingen Werke von Komponisten aus den USA, Großbritannien, Frankreich und Russland, die alle in und um den Zweiten Weltkrieg herum entstanden sind und jeweils auf ihre eigene Weise das Geschehene widerspiegeln, Terror, Angst, Verlust. Und in denen doch zugleich auch Hoffnung aufscheint, über das Unfassbare und alle Schrecken hinaus. In Benjamin Brittens „Lachrymae“ von 1950 über zwei Lieder von John Dowland „If my complaints could passions move“ und „Lachrymae“ hört man Ausleuchtungen von Tränen, Trauer und mittelalterlichen Weltschmerz, der auch auf die damalige zeitgenössische Situation nach dem Weltkrieg zu übertragen ist. Olivier Messiaens „Quatuor pour la fin du temps“, im Kriegsgefangenenlager in Görlitz komponiert und 1941 ebendort uraufgeführt, greift auf Texte aus der Offenbarung des Johannes als imaginäre Grundlage zurück. Dmitri Schostakowitschs Klaviertrio von 1944 verarbeitet einerseits ganz persönlich den Verlust eines engen Freundes, kann aber – wie häufig bei Schostakowitsch – auch als Versuch des komponierten Widerstands gegen Gewalt, Doktrin, Angst und politischen Terror verstanden werden.

Bildnachweise: