Kapellengespräch

03
SEP

Datum Dienstag, 3. September 2019, 20:00 Uhr
Ort
Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, Breitscheidplatz, 10789 Berlin, Deutschland
Mitwirkende
Klaudia Höfig

„Ein Glaube, eine Taufe, ein Herr"
Kapellengespräch zum Unterschied evangelisch/katholisch

Gast: Klaudia Höfig, Leiterin des Internationalen Pastoralen Zentrum des Erzbistums Berlin


Noch vor wenigen Generationen hängten evangelische Christen an Fronleichnam demonstrativ ihre Wäsche zum Trocknen in den Vorgarten, und Katholiken putzten am evangelischen Buß- und Bettag kurz vor 10 Uhr ebenso demonstrativ ihre Fenster. Konfessionsverschiedene Ehen waren in vielen Familien undenkbar und ökumenische Gottesdienste eine Seltenheit. Erst in den 1960er- und 1970er-Jahren begann sich das Verhältnis zwischen den Konfessionen zu bessern. Heute ist Ökumene zwischen evangelischer und römisch-katholischer Kirche auf der gemeindlichen Ebene fast überall selbstverständlich. Zahlreiche gemeinsame Dokumente zeugen von der Nähe der beiden großen Konfessionen. An der Gedächtniskirche werden bei Gottesdiensten zu besonderen Anlässen fast immer katholische Mitwirkende eingeladen, manchmal auch zum Predigen. Was unterscheidet evangelische und römisch-katholische Kirche eigentlich heute noch – außer, dass die einen den Papst haben und die anderen Pastorinnen? Wo liegen die theologischen und organisatorischen Differenzen? Was trennt die beiden Konfessionen doch weiterhin so sehr, dass z. B. konfessionsverschiedene Paare – offiziell – bis heute nicht gemeinsam zum Tisch des Herrn gehen dürfen? Klaudia Höfig, Leiterin des Internationalen Pastoralen Zentrums des Erzbistums Berlin, und aus dem Team der Kapellengespräche Politikwissenschaftler Dr. Thomas M. Schimmel, selbst Wanderer zwischen den Konfessionen, leiten ein ins Gespräch der Teilnehmenden


in der Kapelle auf dem Breitscheidplatz

Bildnachweise: