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IN SPIRIT 2009 IN SPIRIT 2009 Videos und Audios
Internationales Orgelimprovisationsfestival Berlin Generalsuperintendent 2008: Fest zu Abschied und Anfang
WebFish 2007 in Silber für KWG 45 Jahre neue KWG - 45 Jahre Bach-Chor an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche
Oktober 2006: Wechsel im Gemeindearchiv Kirchenmusikjahresflyer
Chronik der Gemeinde Chronik des Gemeindehauses
Kirchenkampf in Charlottenburg Pfarrer Gerhard Jacobi und KWG in der Kirchenkampfzeit
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IN SPIRIT 2009

IN SPIRIT
Das sommernächtliche Jazzerlebnis
in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche
vom 10. Juli bis zum 11. September 2009 an jedem Freitag um 22 Uhr

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IN SPIRIT: Jazz als spirituelles Musikerlebnis neu erfahren.
IN SPIRIT lädt in den Sommermonaten an jedem späten Freitagabend zu überraschenden Begegnungen mit Musik und Menschen, zu aktivem Zuhören, Kontemplation und Nachdenken am Ende der Woche in die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche ein.
IN SPIRIT ist ein Dialog zwischen Jazz und Spiritualität.
IN SPIRIT ist nicht konfessionsgebunden und ein Angebot an alle.
Renommierte Solisten und Ensembles der Berliner Jazz-Szene konzertieren ca. 45 Minuten. Im Dialog zu dem Gehörten und Erlebten gibt jeweils eine Theologin oder ein Theologe einen persönlich geprägten Denkanstoß von ca. 12 bis 15 Minuten über Zusammenhänge zwischen Musik und Theologie. Das Zusammenspiel von Orgel (Helmut Hoeft) und Saxophon (Uwe Steinmetz) bildet bei jedem IN SPIRIT den musikalischen Rahmen. Den Abschluss bildet als musikalisches Friedensgebet für die Stadt eine gemeinsame Improvisation aller beteiligten Musiker über den gregorianischen Choral „Da Pacem Domine“.
Im Anschluss gibt es in der Gedenkhalle (Alter Turm) der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche eine Gelegenheit zum Austausch.

10.7. „Musik und Gebet“                           >>>
Gastmusiker: ALONY / Efrat Alony – vocals, / Mark Reinke - piano, keys, melodica, electronics / Christian Thomé - drums, electronics, glockenspiel Jörg Surrey - sound design
Denkanstoß: Dr. Wolfgang Bittner
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17.07. „ Zeit“                                               >>>
Gastmusiker: CYMINOLOGY /Cymin Sawathie - Gesang, Komposition / Benedikt Jahnel – Piano, Komposition
Ralf Schwarz – Kontrabass / Ketan Bhatti – Drums, Percussion
  
Denkanstoß: Klaus Mertes SJ
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24.07. „Erfüllung“                                        >>>
Gastmusiker: RHYTHMOLODICS / Friedemann Graef – Saxophone / Albrecht Riermeier – Perkussion
Denkanstoß: Olaf Trenn
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31.07. „Aushalten“                                      >>>
Gastmusiker: VOLKER SCHLOTT „REEDS SOLO“ / Volker Schlott – Altsaxophon, Sopransaxophon, Querflöte, diverse Flöten, Alto-Saxoflöte   
Denkanstoß: Dr. Markus Spieker
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07.08. „Ewigkeit“                                      >>>
Gastmusiker: TIMO VOLLBRECHT DUO 
Timo Vollbrecht – Tenorsaxophon, Sopransaxophon /
Andreas Lang – Kontrabass
Denkanstoß: Martin Germer
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14. 08 „Wiederholung und Ritus“             >>>
Gastmusiker: SARAH KAISER – ANDREAS GUNDLACH DUO / Sarah Kaiser – Gesang /
Andreas Gundlach – Klavier  
Denkanstoß: Dr. Cornelia Kulawik
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Sarah Kaiser live
21.08. „Überraschung“                              >>>
Gastmusiker: CRESCENDO ENSEMBLE BERLIN / Susanne Herzog – Violine (RSO) / Thomas Herzog – Oboe, Englischhorn (RSO) / Uwe Steinmetz – Saxophon/ Alexander Koderisch – Cello (Filmorchester Babelsberg)
Denkanstoß: Gabriel Straka
*
28.08. „Freiheit“                                          >>>
Gastmusiker:  ULRIKE HAAGE / ERIC SCHAEFER -
" Weisses Land"
Ulrike Haage - Piano, Elektronik,, Eric Schaefer – Schlagzeug
   
Denkanstoß: Angelika Obert
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04.09. „Kreativität“                                   >>>
Gastmusiker: CARSTEN DAERR – UWE STEINMETZ DUO „CREDO“/ Carsten Daerr – Klavier, Hammond-Orgel /
Uwe Steinmetz – Saxophone, Querflöte /  
Denkanstoß: Dr. Gunter Kennel
*
11.09. „Empfangen und Geben“                >>>
Gastmusiker: CARLOS BICA SOLO / Carlos Bica – Kontrabass   
Denkanstoß: Dr. Petra Bahr
Grußwort: Prof. Dr. Jeremy Begbie

Immer mit dabei/musikalische Umrahmung:

Uwe Steinmetz
Saxophone      

 Helmut Hoeft 
Orgel 


   







              (am 11.9. spielt
                Daniel Stickan
                      die Orgel)


Der Eintritt ist frei.zum Jazzhören auf das Lautsprechersymbol klicken
Plakat zum Download >>>
Programm-Mantel als PDF zum Download >>>
Terminübersicht als PDF zum Download >>>
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Presse:
Claudia Keller in "DER TAGESSPIEGEL" vom 10. Juli 2009   >>>
Silke Kehl in der "BERLINER MORGENPOST" vom 13. Juli 2009  >>>

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IN SPIRIT bei YouTube







JAZZ BERLIN
IN SPIRIT wurde in der Zukunftswerkstatt in Kassel im September 2009 als Beispiel guter Praxis vorgestellt >>>



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IN SPIRIT 2009 Videos und Audios

Der Theologe und Journalist Miguel-Pascal Schaar hat Video-Aufnahmen von IN SPIRIT 2009 auf seine Seite www.youtube.com/choralberlin gestellt. Auf die Aufnahmen wird nachfolgend verlinkt. Das Video der Schlussimprovisation über den Choral "Da pacem dominum" wird jeweils zum direkten Aufruf zur Verfügung gestellt.
(Abkürzung EG = Evangelisches Gesangbuch)
           

Freitag, 10. Juli 2009  -  "Musik und Gebet"
Über Gemeinsamkeiten und Verschiedenheiten zwischen Musik und Kontemplation

Gastmusiker: ALONY
Efrat Alony (vocals), Mark Reinke (piano, keys, melodica, electronics),
Christian Thomé (drums, electronics, Glockenspiel), Jörg Surrey (sound design)
Denkanstoss:  
Dr. Wolfgang Bittner
Saxophone:
Uwe Steinmetz  Orgel: Helmut Hoeft

Improvisation über den Choral "O Gott, du frommer Gott", Wochenlied 4. Sonntag n. Trinitatis mit Helmut Hoeft (Orgel) und Uwe Steinmetz (Saxophon)  >>>  und >>>

Denkanstoß von Dr. Wolfgang Bittner:  Teil 1 >>>  Teil 2 >>>

ALONY in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche mit
1. Buba Memukenet / t: Dahlia Ravikovitz m: E.Alony going into
2. Song of Spring/ t: E.Alony, m: M.Reinke bei You Tube 
>>>

Schlusschoral: Alle an diesem Abend beteiligten Musiker mit einer Improvisation über  "Verleih uns Frieden gnädiglich" (Evangelisches Gesangbuch 421) 



Freitag, 17. Juli 2009 - "Zeit"
Über das Zeiterleben beim Machen und Hören von Musik und „Gottes Zeit“ in biblischen Erzählungen.

Gastmusiker: CYMINOLOGY
Cymin Sawathie (Gesang, Komposition), Benedikt Jahnel (Piano, Komposition),
Ralf Schwarz (Kontrabass), Ketan Bhatti (Drums, Percussion)
Denkanstoss:  Klaus Mertes SJ (Rektor des Canisius-Kolleg Berlin)
Saxophone:
Christian Weidner  Orgel: Helmut Hoeft

Improvisation über den Choral " "Preis, Lob und Dank", EG 245
mit Helmut Hoeft (Orgel) und Christian Weidner (Saxophon)
>>>

Denkanstoß von  Klaus Mertes SJ  >>>

CYMINOLOGY bei YouTube >>>

Schlusschoral: CYMINOLOGY und Christian Weidner, Saxophon (die Stimmung der Orgel passte wegen der hohen Temperatur an diesem Abend nicht zur Stimmung des Flügels)  mit einer Improvisation über  "Verleih uns Frieden gnädiglich" (EG  421) 



Freitag, 24. Juli 2009 - "Erfüllung"
Über die musikalische Auflösung in Kadenzen und Rhythmen und göttliche Erlösung

Gastmusiker: RHYTHMOLODICS
Friedemann Graef
(Saxophon), Albrecht Riermeier (Percussion)
Denkanstoss:  Olaf Trenn (Pfarrer der Ev. Kirchengemeinde Grunewald)

Saxophone: Uwe Steinmetz Orgel: Helmut Hoeft

Improvisation über "Ich bin getauft auf deinen Namen", EG 200
mit Helmut Hoeft (Orgel) und Uwe Steinmetz (Saxophon)  >>>

Denkanstoß von Olaf Trenn  Teil 1  >>>    Teil 2 
>>>
(Textfassung >>>)

Schlusschoral: Alle an diesem Abend beteiligten Musiker mit einer Improvisation über  "Verleih uns Frieden gnädiglich" (EG 421)
 

 







Es war phantastisch schön!










Freitag, 31. Juli 2009 - "Aushalten"
Über die Kunst, Spannung aufzubauen und die besondere Qualität, Geduld zu haben

Gastmusiker: VOLKER SCHLOTT
Volker Schlott (Altsaxophon, Sopransaxophon, Querflöte, diverse Flöten, Alto-Saxoflöt)
Denkanstoss:  
Dr. Markus Spieker
Saxophone:
Uwe Steinmetz  Orgel: Helmut Hoeft

Improvisation über "Das sollt ihr, Jesu Jünger nie vergessen", EG 221
mit Helmut Hoeft (Orgel) und Uwe Steinmetz (Saxophon)  >>>

Denkanstoß von Markus Spieker  Teil 1  >>>    Teil 2  >>>

Schlusschoral: Alle an diesem Abend beteiligten Musiker mit einer Improvisation über  "Verleih uns Frieden gnädiglich" (EG 421)




Freitag, 7. August 2009, 22 Uhr - "Ewigkeit"
Über ewige Vergänglichkeiten und vergängliche Ewigkeiten in musikalischen Formen und in der Bibel
(von diesem IN SPIRIT gibt es keine Video-Aufnahme. Es sind mp3-Dateien verlinkt)
Gastmusiker: TIMO VOLLBRECHT DUO
Timo Vollbrecht (Tenorsaxophon, Sopransaxophon), Andreas Lang (Kontrabass)
Denkanstoss:  Pfarrer
Martin Germer  (Text >>>)
Saxophone:
Uwe Steinmetz, Orgel: Helmut Hoeft

Improvisation über "O gläubig Herz, gebenedei" EG 318
mit Helmut Hoeft (Orgel) und Uwe Steinmetz (Saxophon)  >>>

Denkanstoß von Martin Germer  >>>   
(Textfassung >>>)

TIMO VOLLBRECHT DUO  >>>

Schlusschoral: Alle an diesem Abend beteiligten Musiker mit einer
Improvisation über  "Verleih uns Frieden gnädiglich" (EG 421)
>>>

***
Freitag, 14. August 2009, 22 Uhr - "Wiederholung und Ritus"
Über den Sinn von Wiederholungen in der Musik und der Liturgie.
Gastmusiker: SARAH KAISER - ANDREAS GUNDLACH DUO
Sarah Kaiser (Gesang), Andreas Gundlach (Klavier)
Denkanstoss:  Dr. Cornelia Kulawik
Saxophone:
Uwe Steinmetz, Orgel: Helmut Hoeft

Improvisation über "Ich weiß, mein Gott, dass all mein Tun"   EG 497 
mit Uwe Steinmetz (Saxphon), und Helmut Hoeft (Orgel)
>>> 

Denkanstoß von Pfarrerin Dr. Cornelia Kulawik
(Textfassung >>>)

"Warum sollt' ich mich den grämen?" EG 370 
Klavierimproviation von Andreas Gundlach:  >>>

Sarah Kaiser/Andreas Gundlach Duo: 
"Wiederholung und Ritus" >>>
"Der Mond ist aufgegangen"  >>>
"Christ ist erstanden" >>>
Zugabe >>>


Schlusschoral: Alle an diesem Abend beteiligten Musiker mit einer Improvisation über  "Verleih uns Frieden gnädiglich" (EG 421)




weitere Videos >>>


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Internationales Orgelimprovisationsfestival Berlin

1. Internationales Orgelimprovisationsfestival Berlin 2005
Sonntag,12. Juni 2005 Peter Planyavski, Wien
Donnerstag, 16. Juni 2005 Frédéric Blanc, Paris
Dienstag, 14. Juni 2005 Lionel Rogg, Genf
Sonntag, 19. Juni 2005 Wolfgang Seifen, Berlin und das Symphonische Orchester der Humboldt-Universität zu Berlin unter der Leitung von Constantin Alex, Berlin 

2. Internationales Orgelimprovisationsfestival Berlin  2006
Montag, 10. Juli 2006 Anders Bondeman, Stockholm
Freitag, 14. Juli 2006 Thierry Mechler, Mulhouse/Köln
Mittwoch, 12.Juli 2006 Wolfgang Hörlin, München
Sonntag, 16. Juli 2006 Wolfgang Seifen, Berlin mit Brigita Bublyte, Vilnius (Gesang) und Leonard Gincberg, Korschenbroich (Percussion)

3. Internationales Orgelimprovisationsfestival Berlin 2007
Sonntag, 24. Juni 2006, Wolfgang Seifen, Berlin
Dienstag, 26. Juni 2006, Julian Gembalski, Katowice
Mittwoch, 27. Juni 2006, Pierre Pincemaille, Paris
Donnerstag, 28. Juni 2006, David Briggs, New York

4. Internationales Orgelimprovisationsfestival Berlin 2008
Sonntag, 22. Juni 2008, Wolfgang Seifen, Berlin und das Symphonische Orchester der HU Berlin unter der Leitung von Constantin Alex
Dienstag, 24. Juni 2008 Willibald Bezler, Ellwangen
Mittwoch, 25. Juni 2008 Jean-Baptiste Dupont, Toulouse
Donnerstag, 26. Juni 2008 Hayo Boerema, Rotterdam

5. Internationales Orgelimprovisationsfestival Berlin 2009
Montag,  1. Juni 2009Wolfgang Seifen, Berlin
Dienstag, 2. Juni 2009, Philippe Lefebvre, Paris (Frankreich)
Mittwoch, 3. Juni 2009, Jos van der Kooy, Haarlem/Amsterdam (Niederlande)
Donnerstag, 4. Juni 2009, Ansgar Wallenhorst, Ratingen


mehr Info unter www.orgelimprovisationsfestival-berlin.de


 

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Generalsuperintendent 2008: Fest zu Abschied und Anfang

Mit einem feierlichen Gottesdienst am Pfingstsonntag 2008 wurden Martin Michael Passauer aus seinem Amt als Generalsuperintendent für den Sprengel Berlin verabschiedet und sein Nachfolger Ralf Meister in sein Amt eingeführt.
Im Anschluss an den Gottesdienst wurde auf Einladung der Landeskirche auf dem Kirchenpodest der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche rund um den Alten Turm gefeiert.



Von der hiermit verbundenen Gelegenheit zu Begegnungen und Gesprächen wurde fröhlich reger Gebrauch gemacht.


Dabei wurden auch mit mehr oder weniger weit ausholender Bewegung Erläuterungen abgegeben.

Für den musikalischen Hintergrund sorgte ein Auswahlbläserkreis unter der Leitung der Landesposaunenwartin Barbara Barsch. 

Irgendwann suchten alle einmal den Weg in die Gedenkhalle
und verbrachten die Zeit in der Schlange zur persönlichen Verabschiedung von Martin Michael Passauer gemeinsam gelassen und fröhlich. 

Die Verabschiedungen waren sämtlichst mit einem kurzen Gespräch und wechselseitigen guten Wünschen verbunden und herzlich. 


    












Und die aufgenommenen Gespräche wurden in der nächsten Schlange, die zu Ralf Meister führte, fortgesetzt.

Auch  die Begrüßung von Ralf Meister war  jeweils mit einem kurzen Gespräch und guten Wünschen für das neue Amt verbunden. 

Einige hundert Menschen stellten sich dem neuen Generalsuperintendenten Ralf Meister kurz vor.


An die zwei Stunden dauerten die beiden Audienzen in der Gedenkhalle, die von dem scheidenden und dem neuen Generalsuperintendenten mit großer Freundlichkeit und Herzlichkeit  im wahrsten Sinne des Wortes "durchgestanden" wurden. Danach endlich, konnten sie sich auf dem Kirchenpodest unter die Feiernden begeben.

>>>Schnappschussgalerie<<<


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WebFish 2007 in Silber für KWG

Internet Wettbewerb der EKD:  "WebFish 2007" verliehen
Internetauftritt der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche und die Kinderseiten "Kirche entdecken" haben den Webfish 2007 in Silber erhalten

Der von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik gGMbH (GEP) vergebene Internetpreis zeichnet herausragende On-Line-Angebote aus.

Rund 150 christliche Internetangebote hatten sich für den diesjährigen Internetpreis der evangelischen Kirche beworben, 2500 Online-User beteiligten sich am Online-Voting und ergänzten so die Entscheidungsfindung der Jury.

ein WebFish
in Silber
für KWG



Erstmalig wurde der Webfish in Silber – neben Urkunde, Mousepads auch ein Scheck über je 750 Euro – zwei Mal vergeben.
Punktgleich waren die Kinderseiten www.kirche-entdecken.de der Landeskirchen Bayern und Hannover und die Homepage der Berliner Evangelischen Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirchengemeinde www.gedaechtniskirche-berlin.de bewertet worden.

11. Mai 2007 im Kirchenamt der EKD in Hannover













Dass der Webfish in Silber an eine Kirchengemeinde ging, sei ein Zeichen dafür, dass auch Ortsgemeinden in puncto Internet in der ersten Liga spielen, so die Juryvorsitzende. Auch wenn das Internet ein weltweites Medium sei, könne das Netz die Gemeindearbeit vor Ort sinnvoll unterstützen.

Sabine Seip, Margot Käßmann, Arnim RaabFür die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirchen-Gemeinde nahm Sabine Seip, die den Internetauftritt seit seiner Freischaltung am 19. Juli 2006 ehrenamtlich betreut und aktualisiert hat, in Begleitung von Armin Raab von der Agentur WTS-MixedMedia Berlin in einer kleinen Feierstunde im Kirchenamt der EKD in Hannover am 11. Mai 2007 die Auszeichnung von der Vorsitzenden der Jury, der Landesbischöfin Margot Käßmann, entgegen.

"Die Internetseite der Evangelische Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirchengemeinde ist schlicht, informativ, aktuell und als touristischer Anziehungspunkt in Berlin auch in englischer Sprache aufrufbar. Die Jury findet, dass diese Internetseite eine Vorbildfunktion für andere Gemeinde-Websites haben kann."

Der WebFish in Gold ging an das Bibelprojekt BasisB (www.basisb.de), das gemeinsam von der Deutschen Bibelgesellschaft, der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend, dem Bibellesebund und dem Christlichen Jugenddorfwerk Deutschland getragen wird.

Ein WebFish in Bronze wurde in diesem Jahr nicht vergeben.

Weitere Einzelheiten unter www.webfish.de
Siehe auch "Juli 2007: Ein Jahr neuer Internetauftritt KWG"
Anm. Ein Link auf  www.kirche-entdecken.de ist seit dem Advent 2006 fester Bestandteil unserer Seite "Kinder und Jugendliche".

Vergleich der Entwicklung der Besucherzahlen in den Zeiträumen
Januar bis Oktober 2007 und Januar bis Oktober 2008 >>>PDF<<<

Juli 2008: 2 Jahre neuer Internetauftritt KWG >>>Besucherstatistik<<<
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45 Jahre neue KWG - 45 Jahre Bach-Chor an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche

3. Adventssonntag 2006
45. Jahrestag der Einweihung der neuen KWG-Kirche
45 Jahre Bach-Chor an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche

Am 17. Dezember 1961 wurde die von Eiermann entworfene neue Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche feierlich eingeweiht. Aus diesem Anlass und an diesem Tag trat der neu gegründete Bach-Chor an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche erstmals mit einem Konzert an die Öffentlichkeit. Aufgeführt wurde das Weihnachtsoratorium von J.S. Bach mit den Kantaten I-III.

Am 17. Dezember 2006 jährt sich dieses "Doppelereignis" zum 45. Male.

Am Vorabend zu diesem Jubiläum haben der Bach-Chor an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche und die Kantorei der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche gemeinsam mit dem Bach-Collegium und den Solisten Corinna Pregla (Sopran), Friederike Meinel (Alt), Christian  Ebersberger (Tenor),  Jörg Gottschick (Bass) unter der Leitung von Helmut Hoeft in der bis auf den letzten Platz besetzten Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche das Weihnachtsoratorium mit den Kantaten I-III aufgeführt.

Es war ein sehr schöne Aufführung, mit der der Kreis von 45 Jahren geschlossen wurde.



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Oktober 2006: Wechsel im Gemeindearchiv

Gerhard Limpach verabschiedet, Nachfolger Wolfgang Nienz-Boit eingeführt

Fast 40 Jahre lang hat Gerhard Limpach das Gemeidearchiv aufgebaut und betreut – ehrenamtlich. Mit einem Empfang in der Gedenkhalle nach dem 10-Uhr-Gottesdienst am Erntedankfest 2006 dankte ihm die Gemeinde für seine jahrzehntelangen wertvollen Dienste.
Ergebnisse der Fleißarbeiten von Gerhard Limpach können zum Teil in der "Chronik der Gemeinde"  unter der Rubrik „Archiv/Geschichte“ in diesem Internetauftritt nachgelesen werden.
Die Wochenzeitung „Die Kirche“ berichtete am 12.11.2006 über Gerhard Limpachs grundlegende Arbeiten. Eine Kopie des Artikels kann >>>hier<<< als PDF-Datei aufgerufen werden.
Die Verantwortung für das Archiv hat nun Wolfgang Nienz-Boit übernommen, dem Gerhard Limpach bei der neuen Aufgabe zunächst jedenfalls noch zur Seite stehen will.
Das Foto unten zeigt beide – den Einen mit einem  Blumenstrauß zum Abschied, den Anderen mit einem Blumenstrauß zur Begrüssung  - am 1. Oktober 2006 in der Gedenkhalle. 
Gerhard Limpach und Wolfgang Nienz-Boit mit Blumen bei der Übergabe des Gemeindearchivs am 1.10.2006






















Photo: IngeLi


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Kirchenmusikjahresflyer

Kirchenmusik in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche 2009
(KiMu-Flyer 2009 als PDF-Datei)








Kirchenmusik in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche 2008
(KiMu-Flyer 2008 als PDF-Datei)







Kirchenmusik in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche 2007
(KiMu-Flyer 2007 als PDF-Datei)







Kirchenmusikflyer 2006Kirchenmusik in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche 2006
(KiMu-Flyer 2006 als PDF-Datei)
Kirchenmusikflyer 2005







Kirchenmusik in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche 2005
(KiMu-Flyer 2005 als PDF-Datei)

Kirchenmusikflyer 2004Kirchenmusik in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche 2004
(KiMu-Flyer 2004 als PDF-Datei)

Kirchenmusikflyer 2003






Kirchenmusik in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche 2003
(KiMu-Flyer 2003 als PDF-Datei)


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Chronik der Gemeinde

Aus der Geschichte der
Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirchengemeinde
und ihrer gemeindlichen Einrichtungen

Zusammengestellt von
Gerhard Limpach
Günter Pohl

(Alle aufgeführten Daten und Fakten sind den
Unterlagen des Gemeindearchivs entnommen)

Inhaltsverzeichnis

I. Geschichte des Evangelischen Kirchenbau-Vereins Berlin

II. Geschichte der Stiftung „Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche“

III. Bemerkenswertes aus den Jahresberichten der Stiftung

IV. Biographie Franz Schwechten

V. Bedeutende Schwechten-Bauten in Berlin 1874 bis 1916

VI. Entstehung der ersten Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche

VII. Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche und ihre Gedächtnishalle

VIII. Biographie Egon Eiermann

IX. Baugeschichte der zweiten Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche

X. Der Neubeginn der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirchengemeinde nach  
    dem Zweiten Weltkrieg - „Auferstanden aus Ruinen“
    (Beitrag in „Alles hat seine Zeit“ - 300 Jahre evangelisches Charlottenburg)

XI. Das Gemeindehaus der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirchengemeinde

XII. Der Kindergarten der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirchengemeinde

XIII. Die Kapelle auf dem Kirchhof der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-        Kirchengemeinde

- Jede Kapitelangabe ist mit einer PDF-Datei verknüpft, die sich auf Anklicken öffnet -


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Chronik des Gemeindehauses

der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirchengemeinde
Daten und Ereignisse aus dem Gemeindeleben
von 1897 bis 1987
zusammengestellt von Gerhard Limpach im November 2006

>>>
Deckblatt der Festschrift als PDF-Datei<<<

Als Quelle für diese Zusammenstellung dienten die im Archiv vorhandenen Akten des Pfarr- und Gemeindehauses sowie die Protokollbücher des Gemeindekirchenrates, in denen auch einige Beschlüsse der Vereinigten Gemeindekörperschaften enthalten sind. Alle Aufzeichnungen aus den Protokollbüchern sind in Anführungszeichen, kursiv und in verkleinerter Schrift, alle Aufzeichnungen aus den Akten nur in verkleinerter Schrift dargestellt. Einige Passagen erscheinen sowohl hier als auch in anderen Veröffentlichungen zur Geschichte der Gemeinde, dies ließ sich leider nicht vermeiden. Bei der Wiedergabe handelt es sich insbesondere um Auszüge aus den bis 1945 in Sütterlin- und deutscher Schreibschrift handgeschriebenen Unterlagen, die zu lesen heutzutage den meisten Menschen Schwierigkeiten bereitet. Da nach 1945 nur maschinen geschriebene Texte vorliegen, ist jedem Interessierten die Forschung ohne Schwierigkeiten möglich.

Von der Planung bis zur Einweihung:
4. Mai 1897 bis 30. Oktober 1899

Grundriss Erdgeschoss
(Zeichnung als PDF-Datei)

Strassenansicht
(Foto als PDF-Datei)

Gemeindesaal
(Foto als PDF-Datei)

Ein Pedalharmonium wird geliefert und ein Verein wird gegründet
und dazwischen passiert noch so Einiges
November 1899 bis 1927

Plakat mit Aufruf zum Vereinsbeitritt
(Foto als PDF-Datei)


Asyl im Gemeindehaus für das Flecksche Lyceum,
diverse Baumaßnahmen und noch so allerlei

1927 bis 1933

Weihnachtsfeier der Privatschule Hamann im Dezember 1933 im Gemeindesaal
(Foto als PDF-Datei)

Schreckliche Zeit
1934 bis 1944

Nach dem Krieg - Wiederaufbauzeiten
1945 bis 1961

Die sechziger Jahre
1962 bis 1968

Die siebziger Jahre
1972 bis 1978

Die achtziger Jahre
1980 bis 1987

Im Jahre 1987enden die Aufzeichnungen über das Gemeindehaus der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirchengemeinde sowie über einige Ereignisse aus ihrem Leben, da der Verfasser dieser Zeilen am 31. Dezember 1987 seine Tätigkeit als Rendant beendete und in den Ruhestand trat.

Gerhard Limpach
im November 2006
Quellen: Archiv der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirchengemeinde
Protokollbücher des Gemeindekirchenrates ab 1896 bis 1990


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Kirchenkampf in Charlottenburg

Der Kampf der Bekennenden Kirche in Charlottenburg war in besonderem Maße von den Auseinandersetzungen mit dem Reichsbischof Ludwig Müller und dem Evangelischen Oberkonsistorialrat in der Jebensstraße geprägt. Überregionale Bedeutung hatten die Ereignisse in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, in der der Präses der Bekennenden Kirche für Berlin, Pfarrer Gerhard Jacobi, wirkte.
In den Charlottenburger Gemeinden kam es zu teilweise heftigen kirchenpolitischen Kontroversen. Nach den Kirchenwahlen vom 23. Juli 1933 dominierten die „Deutschen Christen“ in  vielen Gemeindekirchenräten mit einer Dreiviertelmehrheit. Die Bekenntnispfarrer hatten jedoch einen großen Rückhalt unter den aktiven Gemeindemitgliedern und sammelten teilweise große Bekenntnisgemeinden um sich.

Nationalsozialisten in den Gemeindevertretungen versuchten, die Bekenntnispfarrer zu disziplinieren, denunzierten sie bei den übergeordneten Behörden oder zeigten sie bei der Gestapo an.  Pfarrer Jacobi wurde sogar tätlich angegriffen und mehrmals verhaftet. Die Nationalsozialisten erreichten jedoch nicht ihr Ziel, Bekenntnispfarrer ihres Amtes zu entheben.
 

Pfarrer Gerhard Jacobi, 1891 in Bremen geboren, wirkte seit 1930 an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche. Er hatte als Pfarrer in Halle und Domprediger in Magdeburg Erfahrungen mit Großstadtgemeinden sammeln können, die in sein 1929 veröffentlichtes „Tagebuch eines Großstadtpfarrers“ einflossen.In den kirchenpolitischen Auseinandersetzungen mit den „Deutschen Christen“ war er eine der herausragenden Persönlichkeiten der Bekennenden Kirche. Bereits 1932 war Pfarrer Jacobi Mitarbeiter der Zeitschrift „Neuwerk. Ein Dienst am Werdenden“. Der das Blatt tragende Kreis bekämpfte alle gesellschaftlichen, vor allem alle politischen Bindungen der Kirche, setzte sich für die völlige Trennung von Staat und Kirche ein und bemühte sich in besonderem Maße um die Arbeiterschaft.

Seit Mitte 1932 bildete sich ein Kreis um Pfarrer Jacobi, der sich die reformatorische Neubesinnung der Theologie und die Gestaltung des Neuaufbaus der Kirche zum Ziel setzte. Zu dieser Gruppe gehörten unter anderem Dietrich Bonnhoeffer, E.F. von Rabenau, Martin Albertz, Hermann Sasse und W. Künneth. Dieser so genannte Jacobikreis bestand überwiegend aus jüngeren Berliner und Brandenburger Pfarrern und traf sich regelmäßig, jeden Montag um 17.30 Uhr, im Gemeindehaus der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche in der Achenbachstraße 18, heute Lietzenburger Str. 39.

Im Vorfeld der von den Nationalsozialisten für den 23. Juli 1933 durch Einflussnahme und Gesetzgebung festgelegten Kirchenwahl wurden die „Deutschen Christen“ materiell und propagandistisch  im Wahlkampf  massiv von der NSDAP unterstützt, während die Gruppe „ Evangelium und Kirche“, in der die anderen kirchlichen Richtungen großen Teils aufgegangen waren, extrem behindert wurde.
Nachdem es für alle Nationalsozialisten als Pflicht galt, sich in die kirchlichen Wahllisten eintragen zu lassen,  brachte dies, die manipulativ kurzfristige Anberaumung der Wahl nebst der massiven Unterstützung und der Manipulationen durch die nationalsozialistische Führung den „Deutsche Christen" große Mehrheiten, die sofort in den Synoden der altpreußischen Landeskirche kirchenpolitisch im nationalsozialistischen Sinne kirchenpolitisch eingesetzt wurden. 
Die von Pfarrer Jacobi als Sprecher der Minderheitsfraktion „Evangelium und Kirche“ in der von den Deutschen Christen majorisierten brandenburgischen Provinzialsynode vorgetragene Kritik an den staatlichen „Arierparagraphen“ wurde von den „Deutschen Christen“ durch die Übernahme des „Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ auf die altpreußische Kirche rigoros niedergestimmt.
Auch auf der preußischen Generalsynode am 5./6. September 1933, die als „braune Synode“ in die Geschichte des Kirchenkampfes einging, stimmten die Vertreter der „Deutschen Christen“ für den sogenannten Arierparagraphen. Nicht zuletzt aus diesem Grunde zog die Gruppe „Evangelium und Kirche“ mit dem westfälischen Präses Koch, der am Reden gehindert worden war, an der Spitze aus der Generalsynode, die im preußischen Herrenhaus stattfand, aus.

Die Gründung des Pfarrernotbundes
Inzwischen formierte sich jedoch die innerkirchliche Opposition gegen den Machtmissbrauch der „Deutschen Christen“ weiter. Die Jungreformatoren hatten sich zwar unmittelbar nach den Wahlen am 24. Juli während einer Zusammenkunft des Jacobikreises als Gruppe zurückgezogen, doch sie bildeten z.T. das bewegungsmäßige Potential für die sich sammelnde Bekenntnisopposition. Dabei war der weiter regelmäßig in der Achenbachstr. 18 (heute Lietzenburger Str. 39) tagende Jacobikreis ein wichtiger Kristallisationspunkt.

Am 11. September 1933 kam es bei einer Zusammenkunft von ca. 80 bis 100 Pfarrern im Gemeindehaus der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche zur Gründung des Pfarrernotbundes. Die sehr engagierten Pfarrer Eugen Weschke, Günther Jacob und Herbert Goltzen aus der Niederlausitz unterbreiteten den von ihnen wochenlang vorbereiteten Vorschlag über die Bildung einer Notvereinigung evangelischer Pfarrer.


Pfarrer Eugen Weschke erinnert sich:

„ Der Pfarrernotbund ist am 11. September 1933 in der Wohnung von Bruder Jacobi in der Achenbachstraße von den Brüdern Jacob, Goltzen und von mir gegründet worden. Ich hielt ein kurzes Referat und gab die Begründung für die dringend notwendige Sammlung in möglichst weitem Ausmaß. Etwa 60 Brüder unterschrieben an diesem Abend sofort die Notbundverpflichtungsformel, die Bruder Jacob (…) verfasst hatte. Bruder Niemöller nahm noch kurz das Wort. In der darauffolgenden Nacht ging die Verpflichtungsformel mit Hilfe des Pfarrbüros und Br. Niemöller in tausenden von Exemplaren hinaus. (…)“

Der Aufruf, sich dem Pfarrernotbund anzuschließen, hatte ein überraschendes Echo. Allein bis zur Nationalsynode in Wittenberg am 27. September 1933 waren bereits ca. 2000 Pfarrer dem Pfarrernotbund beigetreten, dessen Führung von Pfarrer Martin Niemöller übernommen wurde.

Der Protest der Notbund-Pfarrer konnte zwar die Wahl des Wehrkreispfarrers Ludwig Müller zum Reichsbischof nicht verhindern. Von der plötzlichen innerkirchlichen Opposition überrascht, wagte dieser es aber nicht, den Arierparagraphen zum Reichskirchengesetz zu erheben.

Mitglieder des Pfarrernotbundes der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirchengemeinde mit dem Datum des Beitritts, soweit bekannt:

Pfarrer Gerhard Jacobi (15. September  1933)

Vikarin Elisabeth Zinn, 1938 verheiratete Bornkamm (September 1933)

Vikar Gerhard Lohmann (27. Februar 1934)

Vikar Götz Grosch

Vikarin Annemarie Schilling, verheiratete Grosch (1. Januar 1944)

Berliner Bruderrat der Bekennenden Kirche
Die zentrale  Berliner Geschäftsstelle der Bekennenden Kirche war kurze Zeit beim Bruderratsvorsitzenden Pfarrer Jacobi im Gemeindehaus der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, Achenbachstr. 18 (heute Lietzenburger Str. 39). Anfang 1934 zog das Büro gegenüber in das Haus Achenbachstr. 3, in die Wohnung der Gemeindehelferin von Jacobi, Frau Käthe Balzer. Hier fanden wichtige Sitzungen statt, von hier aus wurden BK-Materialien, wie Kanzelabkündigungen und Fürbittelisten, verteilt und das Prüfungswesen der Bekennenden Kirche organisiert. Zur Unterstützung der Arbeit wurde 1937 der Vikar Martin Arndt als Prädikant an das BK-Büro überwiesen.
Weitere Mitstreiterinnen waren u.a. die Gemeindehelferin Charlotte Oertel, Achenbachstr. 9 und die Lehrvikarin Annemarie Schilling (verh. Grosch), die im April 1939 Pfarrer Jacobi zugeordnet wurde.


Frau Balzer, die während des Kirchenkampfes zweimal inhaftiert war, berichtete, dass alles sehr schnell und im Verborgenen geschehen musste, da die Gestapo oft im Büro auftauchte. Am 10. Oktober 1936 beschlagnahmten beispielsweise zwei Gestapobeamte einen bereits seit Wochen versiegelten Abzugs-Apparat, der für die Verbreitung von Nachrichten eigentlich unverzichtbar war.

Unterlagen, die das Interesse der Gestapo hätten wecken können, wurden bei dem vertrauenswürdigen Buchhändler Streisand in der nahe gelegenen Eislebener Straße 4 und bei einem Schuster versteckt. Einmal war die Gestapo sogar während einer verbotenen Prüfung erschienen. Da die große Wohnung jedoch Aufgänge nach vorn und hinten (zum Gartenhaus) besaß, hatte man in solchen Fällen entweichen können.
 

(Quelle: Heinrich-Wilhelm Wörmann: Widerstand in Charlottenburg aus der Schriftenreihe Widerstand 1933 – 1945 der Gedenkstätte Deutscher Widerstand Band 5. 2. Auflage [mit erheblichen Kürzungen durch die Redaktion])


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Pfarrer Gerhard Jacobi und KWG in der Kirchenkampfzeit

Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirchengemeinde
in der Zeit des Kirchenkampfes
und das Wirken ihres Pfarrers Gerhard Jacobi für die
„Bekennende Kirche“

von Gerhard Limpach

Anlass zu diesem Artikel gab die Mitarbeit der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirchengemeinde in dem Arbeitskreis „Christen jüdischer Herkunft im Nationalsozialismus“, der sich mit dem Schicksal getaufter Menschen mosaischen Glaubens und deren Schicksal beschäftigte. Im Zusammenhang mit dieser Aufgabe wurde auch über das Verhalten der Kirchengemeinden zu dieser Thematik gesprochen und dabei der Kirchenkampf in den Jahren 1930 bis 1945 zur Sprache gebracht. Eine bedeutende Rolle spielte in dieser Zeit der Pfarrer Gerhard Jacobi an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirchengemeinde. Darüber soll hier berichtet werden. 
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