Während des Zweiten Weltkriegs wurde die alte Kirche in der Nacht zum 23. November 1943 durch einen Bombenangriff und später durch die Kampfhandlungen bei der Eroberung Berlins zerstört. Geblieben ist die 68 m hohe Turmruine mit der alten Eingangshalle. Die Höhe des Turmes betrug ursprünglich 113 m. In der ursprünglichen Planung für das neue Gebäudeensemble des Architekten Egon Eiermann war der Erhalt der Turmruine nicht vorgesehen. Ein breiter Protest der Berliner Bevölkerung stimmte den Architekten um. Hierzu äußerte er sich unter anderem in einem Brief vom 22. März 1957 an den damaligen Pfarrer der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche Günter Pohl, der als Geschäftsführer des Kuratoriums der Stiftung für ihn der unmittelbare Ansprechpartner auf der Seite des Bauherren war:
„ Sehr geehrter Herr Pfarrer! Ich glaube, dass allen Beteiligten an dem Neubau der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kiche klar war, dass mit einer Entscheidung des Preisgerichtes, wie auch immer sie ausgefallen wäre, die angestaute Flut der Meinungen in der Öffentlichkeit sich ergiessen würde. Mit der Gedächtnis-Kirche verbinden sich für die meisten von uns freundliche Jugenderinnerungen aus einer unbeschwerteren Zeit und symbolhaft die bitteren Zeiten des Krieges. Sich davon loszusagen, ist sehr schwer. Noch liegen mir die Stimmen der Berliner Zeitungen nicht vor; aber ich weiß schon jetzt, dass ich alle diesen Menschen, die den alten Turm behalten wollen, aus der gleichen inneren Einstellung recht geben möchte. Nach einer kurzen Notiz, die ich gelesen habe, soll Herr Bartning gesagt haben, dass auch er es für richtiger hielte, den Turm stehen zu lassen und die Kirche woanders zu bauen. Dieses Wort beweist, wie schwer auch ihm die persönliche Entscheidung fällt. Wir tragen alle sehr schwer an dieser Aufgabe. Insofern sind wir alle gleich am Beginn. So dürfte denn niemand, dem Tradition, Anhänglichkeit und menschliche Gefühle noch etwas bedeuten, imstande sein, die Verantwortung für das, was zu geschehen hat, allein zu übernehmen. ….“ Glocken: Am 15. April 1894 machte Kaiser Wilhelm II. dem Kirchenbau-Verein 50.000 Pfund Bronze aus dem Material erbeuteter Geschütze zum Guß der Glocken für die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche zum Geschenk. Es handelte sich zum Teil um schöne, reich ziselierte Rohre aus der Zeit Napoleon I., Karl X. sowie Napoleon III. Nach der Bestimmung der fünf Glocken, wurde die Firma Franz Schilling in Apolda mit dem Glockenguß beauftragt. Die größte Glocke wurde in Deutschland an Größe und Schwere (Gewicht 13.800 Kilo) nur von der Kölner Domglocke übertroffen. Sie trug den Namen „Königin Luise - Kaiser Wilhelm I." Die zweite Glocke erhielt den Namen „Augusta", die dritte den Namen „Deutschland", die vierte den Namen „Kaiser Friedrich" und die fünfte die Namen „Wilhelm II. - Auguste Viktoria". Das Gesamtgewicht der Glocken betrug 31.693 Kilo. Außer den Namen wurde jede Glocke mit Bibelversen versehen.
Zum Läuten aller Glocken waren 20 Glöckner erforderlich, bevor im Jahre 1900 ein elektrisches Läutewerk eingesetzt wurde.
Am 1. Juni 1895 wurden die fertigen Glocken mit einem feierlichen Einzug nach Berlin gebracht und über die Pfingsttage zur Besichtigung vor dem Denkmal Friedrichs des Großen "Unter den Linden" aufgestellt; am 14. Juni waren vollständig im Glockenstuhl aufgehängt und am 18. Juni 1895 fand die feierliche Glockenweihe statt.
Der Bestand des Alten Turms ist in Gefahr. Das Wahrzeichen ist dringend sanierungsbedürftig. Mehr Info >>>hier<<<.
Für Spenden zur Rettung des Alten Turms wurde ein Spendenkonto eingerichtet: Stiftung Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche Berliner Bank Kontonummer: 22222 BLZ 100 200 00
Für Überweisungen aus dem Ausland: IBAN: DE87 1002 0000 2780 7800 00 BIC-/SWIFT-Code: BE BE DE BB Für Überweisungen aus dem Ausland: IBAN: DE87 1002 0000 2780 7800 00 BIC-/SWIFT-Code: BE BE DE BB Für die Erteilung einer Spendenbescheinigung bei Spenden über 200 EUR benötigen wir Ihre Absenderangaben. Teilen Sie uns diese erforderlichenfalls bitte gesondert per e-mail oder Telefax mit. Die erforderlichen Verbindungsangaben finden Sie unter Kontakt/Gemeindehaus. Als Spendenquittung zur Vorlage beim Finanzamt reicht bei Spenden bis zu 200 Euro der Kontoauszug beziehungsweise Einzahlungsbeleg der Bank, der den Verwendungszweck nachweist, aus.
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